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Industrieparkett, oder Hochkantlamellenparkett, ist sehr viel robuster und strapazierfähiger als andere Holzfußböden und damit vor allem für Böden geeignet, die starker Beanspruchung ausgesetzt sind.
Der spezielle Parkettboden wird aus einzelnen Vollholzlamellen gefertigt, die hochkant auf einer Trägerfläche befestigt werden. Je nach Hersteller werden sie durch Klebestreifen gehalten oder auf ein Netz geklebt. Für die Herstellung von
Industrieparkett werden Lamellen verwendet, die für die Fertigung von Mosaikparkett nicht geeignet sind. Durch die Tatsache, dass die Lamellen nachdem sie bei der Mosaikparkettproduktion abfallen, nicht mehr sortiert, sondern einfach auf den
Trägerplatten befestigt werden, entsteht ein einmaliger Effekt, der Industrieparkett zu einem besonders interessanten Bodenbelag macht.
Da die Lamellen bei der Produktion von anderen Parkettsorten anfallen, ist ihre Größe Herstellerabhängig, sodass es keine feste Normgröße gibt. In den meisten Fällen liegt die Nutzschicht von Hochkantlamellenparkett jedoch
zwischen 20 und 25 Millimetern. Diese, im Vergleich zu anderen Holzböden relativ große Nutzfläche erlaubt es, Industrieparkett öfter abzuschleifen und macht es daher langlebiger als einen herkömmlichen Parkettfußboden. So
kann ihr Holzfußboden auch nach mehreren Jahrzehnten noch genau so gut aussehen, wie nach seiner Verlegung.
Meist sind die einzelnen Lamellen circa 8 Millimeter breit und 115 bis 165 Millimeter lang. Verschiedenen Holzarten werden nur als so genannte Blocklamellen angeboten, diese sind dann mit 16 Millimetern Breite etwas dicker als die herkömmlichen,
für Industrieparkett verwendeten Lamellen.
Aufgrund dieser Eigenschaften wurde Industrieparkett zunächst vor allem in Industriehallen, oder für andere stark beanspruchte Böden wie in Kindergärten oder Empfangshallen verwendet, schon bald wurde Industrieparkett aufgrund
seiner Funktionalität, aber vor allem wegen der schönen, betont gradlinigen und designstarken Optik, auch für den privaten Bereich entdeckt.
Denn das lebhafte Erscheinungsbild, das beim Industrieparkett mit strenger Form einhergeht, lässt sich hervorragend mit modernen Designermöbeln kombinieren, oder bietet einen schönen Kontrast zu wertvollen Antiquitäten.
Ein weiterer wichtiger Punkt, der Industrieparkett sowohl für den industriellen, als auch für den privaten Gebrauch attraktiv macht, ist der günstige Preis. Industrieparkett ist nämlich in Anbetracht seiner positiven Eigenschaften, hier ist
vor allem seine Langlebigkeit zu nennen, im Vergleich zu anderen Parkett- oder Laminatböden fast schon spottbillig.
Ein weiterer Grund für den niedrigen Preis ist auch die Tatsache, dass die Lamellen die für Industrieparkett verwendet werden, als Abfallprodukt bei der Fertigung von Mosaikparkett anfallen, und damit keine zusätzlichen Produktionskosten
entstehen.
In der Regel wird der Parkettboden roh verlegt und anschließend abgeschliffen. Erst danach erhält er wahlweise eine Öl-, Wachs- oder Lackoberfläche. Um das Industrieparkett zu verlegen, werden die einzelnen Verlegeeinheiten
auf einen geeigneten Untergrund geklebt. Auf jedem trockenen, ebenen und sauberen Untergrund, der frei von Rissen ist, ist es problemlos möglich, das Industrieparkett vollflächig zu verkleben. Hier sollte vor allem darauf geachtet werden, dass
ein geeigneter Kleber verwendet wird, da nicht alle elastischen Kleber für die Verwendung mit Industrieparkett geeignet sind. Je nach Beschaffenheit des Bodens sollten auch andere Klebstoffe in Erwägung gezogen werden. Da es sich beim
Industrieparkett um ein Naturprodukt handelt, welches vor dem Verpacken nicht sortiert wird, sollte beim Verlegen darauf geachtet werden, dass mehrere Elemente aus verschieden Kartons nebeneinander gelegt werden, um die Farbunterschiede nicht zu
auffällig werden zu lassen. Bei der Kombination wird die lebhafte Optik, die das Industrieparkett zeichnet unterstützt und zudem eine so genannte "Plakatbildung" vermieden, bei der gleiche Farben auf der gleichen Stelle liegen und der
Farbunterschied zu anderen Farbnuancen noch unterstrichen wird.
Nachdem der Klebstoff ausgehärtet ist, kann der Boden grob geschliffen und gefugt werden, um die Fugen zu füllen sollte eine Mischung aus Schleifstaub und Fugenkitt verwendet werden, anschließend wird der Holzboden noch einmal fein
abgeschliffen. Erst dann erhält das Industrieparkett wahlweise eine Öl-, Wachs- oder Lackoberfläche. Die Entscheidung, welche Oberfläche das Industrieparkett erhalten soll, liegt beim Kunden. Eine Öloberfläche
unterstützt die natürliche Struktur des Industrieparketts, die Poren des Holzes bleiben geöffnet. Eine geölte Oberfläche ist atmungsaktiv und wirkt sich daher positiv auf die Raumklimatisierung aus. Eine Wachsoberfläche
hat im Gegensatz zur Öloberfläche eine besonders schützende Wirkung und greift weder die Farbe, noch die Atmungsaktivität des Holzes an. Der Vorteil gegenüber einer Öloberfläche besteht darin, dass man problemlos
kleinere Schäden wie Kratzer im Industrieparkett punktuell bearbeiten kann, ohne dabei das komplette Parkett behandeln zu müssen. Die Lackoberfläche ist im Gegensatz zu den anderen beiden geschlossen. Sie versiegelt den Boden und
ist somit robuster gegen Feuchtigkeit, Schmutz und jegliche mechanische Beanspruchung. Darüber hinaus schützt sie den Boden dauerhaft und muss nicht wie eine Öl- oder Wachsbehandlung einmal im Jahr wiederholt werden.
Wie bei jedem anderen Parkettboden, sollte auch beim Industrieparkett über eine Schalldämmung nachgedacht werden. Auch auf eine ausreichende Isolierung sollte bei Industrieparkett geachtet werden, da, vor allem bei nicht unterkellerten
Gebäuden, Feuchtigkeit und Nässe vom Untergrund aufsteigen, in die Platten eindringen und den gesamten Holzboden ruinieren können. Eine zusätzliche Abdichtung kann die Lebensdauer ihres Holzfußbodens darum enorm
verlängern.
Die Verlegung von Industrieparkett erfordert also eine große Menge an handwerklichem Geschick, sowie eine spezielle Ausrüstung. Laien sollten darum dringend über die Verlegung durch einen Fachmann nachdenken, welcher ihnen von
Holz- Richter gern zur Verfügung gestellt wird.
Aufgrund der immer größer werdenden Nachfrage im privaten Bereich, bieten viele Hersteller auch Fertigparkett in Hochkantlamellenoptik an. Die Verlegeeinheiten mit Kopf- und Längsfugen sind für den Laien wesentlich leichter zu
verlegen als das herkömmliche Industrieparkett.
Auch die Kombination von Industrieparkett mit einer Fußbodenheizung ist in den meisten Fällen ohne weiteres möglich, sollte aber noch einmal geprüft werden, weil es je nach Hersteller auch Ausnahmen gibt. Zudem ist eine
Fußbodenheizung nur zu empfehlen, wenn ihr Holzfußboden eine Stärke von 10 Millimetern oder weniger hat, da es bei stärkeren Böden zu Energieverlusten kommen kann.
Das ideale Raumklima für Industrieparkett liegt bei einer Temperatur zwischen 18 und 20 °C und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 65 %. Besonders auf die Luftfeuchtigkeit sollte geachtet werden, wenn sie noch lange Freude an ihrem
Parkettboden haben wollen, da er vor allem durch zu viel Feuchtigkeit beschädigt werden kann.
Ein weiterer Aspekt, der Industrieparkett für Kunden attraktiv macht ist, dass es sehr pflegeleicht ist. So reicht eine Behandlung mit einem weichen Besen beziehungsweise einem feuchten Tuch völlig aus. Zudem können spezielle
Parkettpflegemittel verwendet werden, die den Bodenbelag auch ohne wachsen und bohnern lange tadellos aussehen lassen.
Wie Mosaikparkett, gibt es auch Hochkantlamellenparkett in den verschiedensten Holzarten, das Angebot erstreckt sich von Ahorn über verschiedene Eichen- oder Buchenhölzer, bis hin zu Birke oder Kirsche. In unserem Parketttempel im
Stammhaus Lindlar besteht die Möglichkeit, die verschiedenen Industrieparkett- Sorten in einer ganz besonderen Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. In dieser, durch bodentiefe Fensterfronten, tageslichtdurchfluteten Ausstellung, finden Sie
einige der bei Holz Richter angebotenen Naturbodenbeläge, großzügig verlegt, um sie dort auch in ihrer Flächenwirkung betrachten zu können. Hier können Sie vom Kork- Fertigparkett, über Laminat bis hin zu
Massivholzdielen und Industrieparkett einen großen Teil dessen in Augenschein nehmen, was Holz- Richter Ihnen über den Parkett-Store24 an Naturbodenbelägen zu bieten hat. Auch namenhafte Hersteller wie Haro oder Parador sind in
unserem Sortiment vertreten.
Des Weiteren können Sie sich in unserem Parkettland auch über andere Naturbodenbeläge informieren. Wenn Sie sich dann entschieden haben, beraten unsere Servicemitarbeiter Sie gerne. In unserem Fachmarkt werden Sie
abschließend noch das passende Zubehör für die Verlegung Ihres Wunschfußbodens finden, hier gehören Kleber und Lacke genauso zu unserem Sortiment, wie das für ihren Holzboden passende Pflegemittel.
Sie können Ihr Holzparkett selbstverständlich auch ganz bequem hier in unserem Onlineshop bestellen. In den verschiedenen Kategorien finden Sie ein umfassendes Angebot an Holzfußböden. Egal, ob Sie über die Sortimente
oder über die Markenhersteller in die Produktansicht surfen.
In unserem Schnäppchenmarkt finden Sie umfangreiche Sonderangebote und Aktionspreise der einzelnen Markenhersteller, aber auch unserer Eigenmarke
"Hori".
In jedem Falle garantiert Holz- Richter Ihnen Markenvielfalt und - qualität, kompetente Beratung und günstige Angebote.
Die Lieferung erfolgt über unsere Partnerspedition deutschland- und europaweit. Eine Abholung ist natürlich auch ohne weiteres möglich.
Lassen sie sich von der Markenvielfalt und der hervorragenden Kundenbetreuung vor Ort, aber auch durch die vielen Schnäppchen und Angebote in unserem Online- Shop, sowie von Auswahl und Sonderangeboten zum Thema Industrieparkett
überzeugen.