Neben Holzart, Sortierung und Oberflächenbehandlung entscheidet auch das Verlegemuster über die Wirkung eines Parkettbodens. Hier gibt es zahlreiche Varianten vom klassischen Ein-Stab- Parkett bis hin zur Flechtstruktur. Mit der Verlegeart können Sie die Raumproportionen optisch verfeinern und anpassen. So können Sie Räume optisch schmaler oder länger erscheinen lassen, ganz nach Ihrem Geschmack. Eine diagonale Verlegung dagegen lässt ihren Raum groß und elegant erscheinen. Nachfolgend stellen wir Ihnen die gängigsten Verlegemuster vor.
Eines der bekanntesten Muster ist der Englische Verband. Hier werden die Stäbe inReihen verlegt, wobei die Stäbe in der nachfolgenden Reihe genau um die Hälfte des Stabes der Vorreihe versetzt sind. Eine Unterkategorie des englischen Verbands ist der „Oxford-Verband”. Dabei sind die Stäbe nur um ein Drittel versetzt parallel.
Ebenfalls sehr bekannt ist der Schiffsboden. Hier werden die Stäbe wie beim Englischen Verband in Reihen verlegt, jedoch nicht mittig zum Vorstab, sondern nur um ein Stückchen versetzt. Dadurch erhält der Boden eine weniger geometrische Optik und erinnert an die Planken eines Schiffes.
Der Würfelverband wird oft auch als Schachbrett- oder Tafelmuster bezeichnet. Hierbei werden die Einzelstäbe quadratisch und abwechselnd um 90 Grad gedreht angeordnet.
Das Fischgrätmuster ist ein klassisches Verlegemuster und besonders für große Räume geeignet, da es für interessante Lichtspiele sorgt. Hierfür werden die Einzelstäbe V-förmig aneinandergereiht. Eine spezielle Form ist das „Französische Fischgrätenmuster”. Besonderheit ist, dass die Parkettstäbe beidseitig um 45 oder 30 Grad abgeschrägt sind und zwischen den Zopfreihen eine durchgehende Kopf-Fuge verläuft.
Der Parallel Verband ist ein einfaches Verlegemuster. Dabei werden die Parkettstücke parallel und immer auf gleicher Höhe angeordnet.
Beim Leitermuster wird der Boden auf der ganzen Breite mit einer Reihe parallel nebeneinander liegender Stäbe belegt, die sich mit einer quer dazu verlaufenden Einzelreihe abwechseln.
Der Altdeutsche Verband ist ähnlich dem Englischen Verband. Allerdings werden bei diesem Muster die Stäbe immer doppelt nebeneinander gelegt. Ein um 90 Grad gedrehter und verkürzter Stab wird an den Kopfstößen angelegt. Dadurch entsteht ein Flechtmuster.
Das Flechtmuster oder auch Flechtboden genannt, zeichnet sich durch ein paralleles Anbringen von zwei bis vier Stäben in rechtwinkliger Drehung zueinander aus. Dadurch entsteht ebenfalls eine Flechtoptik.
Eine Mischform aus Würfelverband und Flechtmuster ist der Flechtboden mit Würfel. Dabei werden um ein quadratisches Parkettstück herum Stäbe in Längs- und Querrichtung parallel und windschief zueinander verlegt.
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