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Parkett verlegen

Es gibt heutzutage die verschiedensten Parkettsorten auf dem Markt. Diese Parkettarten unterscheiden sich nicht nur durch verschiedene Herkunftsorte oder durch unterschiedliche Hölzer, welche zur Verarbeitung benutzt werden, sondern auch durch die Art der Verarbeitung selber und die spätere Art und Qualität der Verlegung. So ist in der heutigen Zeit beispielsweise der Klickparkett und der Fertigparkett besonders beliebt, da hier ein besonders einfaches Verlegen möglich ist. Und als ob das noch nicht genug wäre, ist je nach Art der Firma (beispielsweise Haro, Parador oder Kährs) natürlich auch der Preis sehr anschaulich, und damit das Preisleistungsverhältnis fast schon unschlagbar.

Rein Qualitativ hochwertiger als diese beiden Lösungen ist jedoch immer noch das Massivparkett. Das liegt daran, dass bei dieser Art von Parkett anstatt mit günstigeren Trägermaterialien fast ausschließlich mit wertvolleren Hölzern gearbeitet wird. Allerdings sind hier die Kosten auch fast immer entsprechend höher, da zum einen die verwendeten Hölzer teurer sind, aber auch weil das Verlegen am besten von einem Profi übernommen werden sollte, und in den meisten Fällen auch wird. Das gleiche gilt auch für Korkparkett. Dieser wurde bisher noch nicht als Fertig- oder Klickware verarbeitet und besteht aus einem sehr hochwertigen Stoff, welcher aus ökologischer und gesundheitlicher Sicht sehr zu empfehlen ist, da er zum einen schonend für die Gelenke ist, eine natürliche Trittschalldämmung hat und die Natur nicht belastet.

Sobald man sich also für eine Parkettart entscheiden konnte, stellen sich zunächst viele weitere und äußerst wichtige Fragen, welche sich zunächst einmal mit der Verlegung beschäftigen. Welche Verlegearten sollte man Beispielsweise benutzen? Diese Frage lässt sich im Grunde auf zwei Möglichkeiten eingrenzen. Wenn man Parkett verlegen will, hat man zum einen die Möglichkeit den Bodenbelag schwimmend zu verlegen oder aber vollflächig zu verkleben. Diese beiden Varianten der Verlegung haben natürlicherweise beide ihre Vor- und Nachteile. Daher eignet sich nicht jede Art der Verlegung für jede Wohnung, sondern nur für bestimmte Räumlichkeiten. Parkettkleber und Leime haben außerdem nicht selten bestimmte Inhaltsstoffe, über welche man sich vor dem Kauf informieren sollte. Die Verlegeart wird also von sehr vielen Faktoren bestimmt, welche mit der Technik zusammenhängen. Doch ist auch der optisch gewünschte Effekt manchmal ausschlaggebend, da bestimmte Muster nur auf bestimmte Weise verlegt werden können. Speziell soll im Folgenden auf die schwimmende Verlegung eingegangen werden, da vollflächiges Verkleben meistens von Profis übernommen wird. Doch auch die, die sich selber an der vollflächigen Verklebung versuchen wollen, werden im Folgenden Informationen und Tipps zum Verlegen finden.


Parkett schwimmend verlegen - Die Vor- und die Nachteile

Einen Echtholzboden professionell zu verlegen stellt mit heutigen Technischen Mitteln kaum noch eine wirkliche Herausforderung an die handwerklichen Künste der Weltbevölkerung. Denn vor allem mit der schwimmenden Verlegung von Parkett ist es durchaus auch für Laien mit etwas Engagement möglich, einen Raum relativ zügig und gut mit einem Bodenbelag auszulegen.
Parkett schwimmend zu verlegen bedeutet hierbei nichts anderes als dass die einzelnen Parkettbretter (oder wie sie bei Fertigparkett genannt werden die Parkettelemente) nicht völlig mit dem Untergrund verbunden werden. Im Gegenteil: Die Parkettelemente werden bei dieser Methode lediglich mit einander verbunden und "schwimmen" damit lose auf dem Untergrund. Die Parkettstücke werden bei der schwimmenden Verlegung also untereinander geklickt, liegen dann aber ohne weitere Befestigung auf dem Boden.

Dies hat natürlich einige Vorteile, aber gleichzeitig seine Nachteile. Dadurch, dass der Parkett nicht auf den Unterboden geklebt wird, wird dieser nicht so stark beansprucht und muss deshalb nicht den etwas höheren Anforderungen Standhalten. Der Unterboden sollte lediglich eben und trocken sein, da man es auf einem welligen, nassen Boden wohl kaum schafft, ein schönes Parkett zu verlegen. Des Weiteren benötigt man für die schwimmende Verlegung von Parkett weit weniger Klebstoff bzw. Leim. Ganz zu schweigen davon, dass auch Leim Geld kostet und eine schwimmende Verlegung somit den Geldbeutel nicht neben den eigentlichen Parkettkosten zusätzlich belastet, ist diese Tatsache auch noch Gesünder, da in vielen Klebstoffen gesundheitsschädliche Stoffe enthalten sein können. Aus diesem Grunde sollte man sich bei der Kleberwahl auch immer gut beraten lassen.
Zwar kann man auf dem heutigen Stand der Technik noch nicht ganz auf Lösungsmittel verzichten, doch im Moment gibt es durchaus schon Lösungsmittelarme Kleber, welche für die Verlegung benutzt werden können. Diese Möglichkeit wäre zwar wieder etwas teurer in der Anschaffung, doch wäre es ein Opfer zugunsten der Gesundheit. Deswegen ist es trotz der höheren Kosten ratsam auf eben diese zuzugreifen.

Doch eine perfekte Art zu verlegen gibt es nicht. Denn was einige Nutzer dieser Methode nachher bemängeln bzw. als Nachteil empfinden, ist der leicht größer ausfallende Trittschall, welcher öfters etwas Hohl klingt. Dieser höhere Trittschall lässt sich auf die Tatsache zurückführen, dass der schwimmend verlegte Boden bei jedem Schritt etwas nachgibt und auf den Boden "hämmert". Dieses Nachgeben wird zwar von einigen Nutzern als wohltuend für die Gelenke beschrieben, erzeugt aber eben einen gewissen Schall. Dieser Schall wird dabei sogar möglicherweise auf angrenzende Wände oder darunter liegende Räume übertragen. Dieses Manko lässt sich allerdings wie so vieles durch Einsatz von ein bisschen Geld kaschieren. In fast jedem Onlineshop gibt es günstige Trittschalldämmung zu kaufen. Diese verhindert das Nachgeben des Bodenbelags ein wenig und dämmt damit auch den Schall.

Im Grunde kann man sagen, dass die Lebensdauer von einem schwimmend verlegten Bodenbelag geringer ist als bei fest verlegtem Parkett. Dies kann man auch mit dem mechanischen Nachgeben des Belags in Verbindung bringen, da hierbei die Fugen immer zu belastet und gedehnt werden. Dabei können sich Risse bilden und eventuell sogar Wasser eindringen. Doch auch dieser Nachteil bringt wieder einen gewissen Vorteil für all diejenigen, die nach absehbarer Zeit ihre Wohnung bzw. das Zimmer neu einrichten wollen. Hierzu müsste ja gegebenenfalls auch der Boden angepasst werden und in diesem Sinne zunächst entfernt werden.
Dieser Fakt legt in diesem Falle einen großen Nachteil vom vollflächig verklebten Parkett frei. Es ist eindeutig schwerer zu entfernen. Während schwimmend verlegtes Parkett sehr einfach "rauszureißen" ist, ist die geklebte Variante fest mit dem Boden verbunden, was zunächst einige Probleme bei der Entfernung aufwirft.


Parkett schwimmend verlegen aber wie?

Als einfacher Laie im Handwerk sollte man auf einige Dinge achten, wenn man sich das erste Mal an die schwimmende Verlegung von Parkett gibt. Eine der wohl wichtigsten Grundlagen zum Verlegen von Parkett ist es, eine ebene Fläche als Untergrund zu haben. Dies kann man unter Umständen einfach durch auftragen einer Fließspachtelmasse hervorrufen. Diese muss nur aufgetragen werden und verläuft daraufhin zu einer glatten Oberfläche. Danach muss man nur noch darauf achten, dass alles getrocknet ist bevor man anfängt zu arbeiten.

Bevor nun das eigentliche Verlegen beginnen kann, sollte man im Voraus eine spezielle Folie zum Schutz vor Feuchtigkeit mit Klebeband auf dem Boden befestigen. Darüber kann danach die Trittschalldämmung aufgebracht werden. Dies sollte wieder parallel zur Verlegerichtung geschehen. Die beiden Unterlagen sollten möglichst glatt ausgebreitet werden und durchgängig verlaufen.

Wenn man nun anfängt zu verlegen, sollte man immer daran denken, dass Parkett arbeitet. Das heißt, es nimmt Wasser auf und dehnt sich. Wenn also die Luftfeuchtigkeit steigt, dehnt sich das Parkett und sobald man keine Dehnungsfuge an der Wand gelassen hat, kann das Parkett beschädigt werden. Geraten sind 1,5 cm dicke Fugen, welche man einhalten kann, indem man kleine Klötze zwischen das Parkett und die Wand legt. Natürlich bleiben die Klötze nicht an Ort und Stelle.
Nachdem alles getrocknet und fertig verlegt ist, werden sie weggenommen. Aber den Zweck als Abstandhalter beim verlegen erfüllen sie vorher einwandfrei.

Das eigentliche Verlegen sollte man an einer rechtwinkligen Ecke des Raumes beginnen. Danach steckt man die einzelnen Parkettteile aneinander und schneidet es so zu, das alles perfekt in den Raum passt. Dies ist im Grunde recht einfach, da die geschnittenen Seiten an der Wand verlaufen und später von Leisten verdeckt werden. Das Verleimen von den einzelnen Parkettteilen ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Bei Fertigparkett gilt jedoch Grundsätzlich: der Leim wird auf die Obere Nutwange aufgebracht. Wenn Leim stellenweise herausquellt sollte dieser sofort abgewischt werden, da er schnell trocknet und der Boden deshalb auch sehr schnell nach dem Verlegen begehbar ist. Einige Stunden nach dem verlegen kann man auf diese Weise schon Sockelleisten anbringen oder Möbel hereinstellen. (Diese sollte man jedoch aus Rücksicht auf den Boden mit Filzgleitern versehen.)


Parkett vollflächig verkleben

Vollflächig verklebter Parkettboden geht neuerdings immer mehr außer Mode. Dies hängt damit zusammen, dass schwimmendes Verlegen sehr viel bequemer ist und beinahe genauso gut.
Doch die Verklebung ist immer noch sehr viel langlebiger und ist für jede gängige Parkettart eine sehr gute Lösung. Des Weiteren sind klappernde Geräusche eine Nebenwirkung, mit welcher vollflächig verklebtes Parkett, im Gegensatz zur schwimmend verlegten Lösung, nichts am Hut hat.

Aber diese Verlegemethode hat auch 2 sehr große Nachteile. Sie kommt für einige Personen nicht in Frage, da der Parkettkleber gesundheitsschädlich wirken kann. Weiterhin ist der selbige auch nicht gerade günstig und ein komplettes Zimmer kann so merklich auf den Geldbeutel einwirken.

Nun wird fast jeder das feste verkleben des Parketts von einem Fachmann bewerkstelligen lassen. Doch wenn man sich einen Raum aussucht, welcher nicht zu kompliziert aufgebaut ist und wenn man keine allzu schwierigen und ausgefallenen Muster anstrebt, kann auch ein Laie diese Aufgabe zufrieden stellend bewerkstelligen.

Neben den handwerklichen Kenntnissen des Verlegers müssen allerdings auch bauliche Voraussetzungen erfüllt werden. Besonders die Anforderungen an den Boden sind höher als bei der schwimmenden Verlegung. Denn während dort geringere Unebenheiten im Boden toleriert werden können, so darf das Niveau bei der festen Verklebung auf einem Meter Strecke um nicht mehr als 4 Millimeter variieren. Des Weiteren muss der Boden absolut trocken und fest sein. Bei der Auswahl der Kleber muss man sich wiederum nach den Herstellern richten. Hersteller wie Haro bevorzugen andere Kleber wie zum Beispiel Meister oder Terhürne. Es ist weiterhin Ratsam, die Parkettstäbe zuzuschneiden, bevor man den Boden mit Kleber bestreicht. Denn es ist sehr nützlich, wenn der Kleber schon beginnt zu trocknen und man nicht erst noch die Stäbe zuschneiden muss, sondern direkt verlegen kann.

Wie auch beim schwimmenden Verlegen sollte man für eine gerade Dehnungsfuge mit kleinen Klötzen Platz lassen und in einer rechtwinkligen Ecke beginnen. Der Kleber wird dann auf den Boden aufgetragen und mit einem Zahnspachtel durchkämmt. Möglichst kurz danach sollte dann ein passendes Parkettstück draufgelegt und eingedrückt werden. Das verleimen der Parkettstücke untereinander ist nicht nötig. Während des Verlegens ist es schwierig immer im Lot zu bleiben und die Korrekte Richtung einzuhalten. Deswegen ist es sehr zu empfehlen die Richtung immer mit einer Richtlatte und einer Schnur zu überprüfen.

Nachdem der Kleber einen Tag trocknen konnte darf er begangen und oberflächenbehandelt werden.

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