Zunächst einmal spielen Farbe und Maserung bei der Auswahl des richtigen Parkettfußbodens eine wichtige Rolle. Allerdings kommt es nicht nur auf die Optik, sondern auch auf die Pflege und Strapazierfähigkeit des Bodens an. Um auch noch in einigen Jahren Freude an seinem Parkett zu haben, stellt sich schnell die Frage: Ölen oder Versiegeln?
Eine Oberfläche zu ölen ist die natürlichste Methode der Parkettpflege. Wenn Sie einen natürlichen, matten Ton bevorzugen, ist ein geölter Boden genau die richtige Wahl. Bei der Bodenpflege dringt das Öl besonders tief in das Holz ein. Dadurch kann das Einsickern von Flüssigkeiten in das Holz verhindert werden. Gleichzeitig verhindern Sie dadurch das Aufquellen ihres Parketts, was bei weichem Material wie Kiefer oder Fichte besonders wichtig ist. Geölte Fußböden werden durch die Behandlung weniger empfindlich gegenüber Kratzern und tragen zur Optimierung des Raumklimas bei. Durch die offenporige Oberfläche kann der Boden sowohl Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen als auch wieder an die Umgebung abgeben.
Um Ihren Fußboden möglichst dauerhaft zu schützen, sollten Sie ihn zwei bis drei Mal im Jahr mit einem speziellen Pflegeöl einlassen und polieren. Wir empfehlen etwa ein Liter Parkettöl auf einer Fläche von 8 bis 16 m² zu verwenden. Die genaue Menge ist abhängig von der Beschaffenheit des Materials. Das heißt, bereits behandeltes Holz benötigt entsprechend weniger Öl als gänzlich unbehandeltes Holz. Bei einer großflächigen Anwendung empfiehlt sich eine Poliermaschine, um ein gleichmäßiges Auftragung des Öls zu gewährleisten. Dadurch können Sie Schlieren und Flecken vermeiden. Kleinere Flächen dagegen können auch bequem per Hand bearbeitet werden.
Sie sollten zur Pflege ihres Parketts auf natürliche Öle aus pflanzlichen Stoffen zurückgreifen. Sie besitzen eine lange Lebensdauer und sondern keine Chemikalien ab, was besonders wichtig für kleine Kinder und Allergiker ist.
Für Innenräume sollten Sie Produkte aus mehreren Ölsorten verwenden. Sie vereinen verschiedene Eigenschaften miteinander, beispielsweise tief in die Poren einzudringen und eine wasserbeständige Schutzschicht zu bilden. Diese Pflegeprodukte trocknen schnell und härten besonders gut aus. Zudem sind sie vollkommen biologisch abbaubar.
Bevorzugen Sie eine seidenmatte oder glänzende Parkettoptik, sollten Sie sich für ein versiegeltes Parkett entscheiden. Die Oberfläche von versiegelten Böden ist generell strapazierfähiger als die von geölten und verhindert das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit. Ein weiteres Argument für eine Versiegelung ist die Pflegeleichtigkeit des Parketts. Bereits ein paar Tropfen Versiegelung im Wischwasser genügen, um einen permanenten Oberflächenschutz aufzubauen.
Je nach Beanspruchung sollte die Versiegelung des Parketts nach durchschnittlich 15 Jahren erneuert werden. Eine Versiegelung ist allerdings zeitaufwendig, da der Boden zunächst abgeschliffen werden muss. Erst dann kann die neue Versiegelung aufgetragen werden. Wer sich im Umgang mit den Gerätschaften und den Lacken nicht sicher ist, sollte die Versiegelung unbedingt durch einen Fachmann vornehmen lassen.
Egal für welche Behandlungsmethode Sie sich letztlich entscheiden, in beiden Fällen gilt: Bei Massivparkett wird die gewünschte Oberfläche in der Regel vor Ort durch einen Fachmann hergestellt. Mehrschichtige Fertigparkettböden dagegen werden bereits überwiegend versiegelt oder geölt vom Hersteller ausgeliefert.
PDF herunterladen